Franz Kafka: Zitate

Ich glaube, man sollte überhaupt nur noch solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? … Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.

Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904

Ein Mensch, der kein Tagebuch hat, ist einem Tagebuch gegenüber in einer falschen Position.

Tagebücher, 29. September 1911

Zweifellos ist in mir die Gier nach Büchern. Nicht eigentlich sie zu besitzen oder zu lesen, als vielmehr sie zu sehen, mich in der Auslage eines Buchhändlers von ihrem Bestand zu überzeugen.

Tagebücher, 11. November 1911

Was ich geleistet habe, ist nur ein Erfolg des Alleinseins.

Tagebücher, 1913

Es gibt Möglichkeiten für mich, gewiss, aber unter welchem Stein liegen sie?

Tagebücher, 1914